Boeing: Zweite 787-Montagelinie kommt nach North Charleston, SC

Der Flugzeughersteller Boeing wird an seinem Standort in North Charleston, South Carolina (SC) eine zweite Endmontage für das 787 Dreamliner-Programm installieren. Das Werk soll darüber hinaus Tests und Auslieferung der Flugzeuge unterstützen.

„Die Errichtung einer zweiten 787-Montagelinie in Charleston wird unser Produktions- Potential vergrößern, um den Marktbedarf für das Flugzeug zu decken“, sagte Jim Albaugh, President und CEO von Boeing Commercial Airplanes. „Diese Entscheidung ermöglicht es uns, weiterhin auf den Synergien aufzubauen, die wir in South Carolina mit Boeing Charleston und Global Aeronautica aufgebaut haben“, sagte er und fügt hinzu, dass dieser Schritt die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens stärken und bei seinem langfristigem Wachstum helfen wird.

Boeing Charleston fertigt, montiert und installiert die Systeme für die hinteren Rumpfsektionen der 787. Gleich gegenüber ist Global Aeronautica für die Verbindung und Integration von 787-Rumpfsektionen von anderen Strukturpartnern verantwortlich. Global Aeronautica gehört zu 50 Prozent Boeing.

Bis die zweite 787-Monagelinie in North Charleston errichtet ist, will Boeing übergangsweise erhöhte Kapazitäten in seinem Werk in Everett, Washington einrichten, um die erfolgreiche Einführung der 787-9 sicherzustellen, dem ersten Derivat der 787. Sobald die zweite Montagelinie in Charleston aufgebaut ist und läuft, sollen die Zusatzkapazitäten in Everett langsam abgebaut werden.

„Wir ergreifen umsichtige Maßnahmen, um die Interessen unserer Kunden zu schützen, während wir die 787-9 einführen und die Gesamtproduktion auf zehn twin-aisle 787-Jets pro Monat hochfahren“, beschreibt Albaugh das Vorgehen. „Wir begrüßen die Entwicklung dieser erweiterten Kapazität bei Boeing Charleston, dennoch ist die Region um Puget Sound der Hauptsitz von Boeing Commercial Airplanes. Everett wird weiterhin Flugzeuge, darunter auch die 787, entwickeln und produzieren und es gibt hier enorme Möglichkeiten für unsere derzeitigen und zukünftigen Produkte“, betonte Albaugh. „Wir bleiben Puget Sound weiterhin verpflichtet.“ Seit dem Programmstart 2003 haben laut Boeing ca. 55 Fluggesellschaften rund 840 Flugzeuge des neuen Typs Boeing 787 bestellt.

Fehlt nur noch eines: Der erfolgreiche Jungfernflug.

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