Ich seh - den Sternenhimmel…
Ein Schlüsselelement, das dabei helfen kann, den Komfort für die Passagiere auf engstem Raum zu steigern, ist atmosphärisches Licht. Besonders effektvoll und beruhigend: der Anblick des Sternenhimmels – sowohl am Firmament als auch an in der Kabinendecke. Faseroptische Sternenhimmel ermöglichen durch ihre hohe Flexibilität in Bezug auf Biegeradien und Gestaltungsmöglichkeiten eine ideale und individuelle Ergänzung zum Gestaltungskonzept der Kabine.

Frankfurt Flughafen, warten auf den Direktflug nach New York: Erwartungsfreudige Urlauber vertiefen sich in ihren Reiseführer und Geschäftsreisende nutzen die letzte Gelegenheit ihre E-Mails zu checken. Allmählich füllt sich die Abflughalle mit wartenden Passagieren. Geraume Zeit später ertönt das erlösende Signal zum Aufbruch „We are now ready for boarding“. In raschem Durchlauf folgen kurzes Schlangestehen zur letzten Ticketkontrolle, Busfahrt zur Maschine und Eintauchen in den Flugzeugbauch, der die Fluggäste die kommenden 18 Stunden umgeben wird.
An Bord geht es recht eng zu, insbesondere in der Economy-Klasse, die dem Fluggast naturgemäß wenig Platz bieten kann. Für die Passagiere, die in der Regel eine längere Anfahrtszeit zum Flughafen hinter sich haben und entsprechend müde sind, entscheiden nun wenigen Zentimeter über eine positive Wahrnehmung während der Reise. Da sind kreative Lösungen willkommen, die dabei helfen, den Komfort für die Passagiere auf engstem Raum zu steigern. Ein Schlüsselelement dabei ist atmosphärisches Licht. Besonders effektvoll und beruhigend: der Anblick des Sternenhimmels – sowohl am Firmament als auch an in der Kabinendecke. Faseroptische Sternenhimmel ermöglichen durch ihre hohe Flexibilität in Bezug auf Biegeradien und Gestaltungsmöglichkeiten eine ideale und individuelle Ergänzung zum Gestaltungskonzept der Kabine.
Zusätzlichen Komfort bieten Leseleuchten, die jedem Passagier an seinem Sitzplatz zur Verfügung stehen. Die Beleuchtungslösung ermöglicht dem Fluggast den Lichtkegel individuell zu verstellen und zu justieren, ohne dabei Mitreisende zu blenden oder zu stören. Form, Farbe und Material der Leseleuchten werden ebenfalls an das Kabinenkonzept angepasst. Auch mit Contourlights, schmalen Leuchtrahmen für die Flugzeugfenster auf Basis von Faseroptik, lassen sich feine, aber nicht unwesentliche Komfortelemente in die Kabine integrieren.
Während derart innovatives Lichtdesign für die Economy Class noch recht neu ist, haben Ingenieure für die Business- und First-Class schon längst Beleuchtungslösungen entwickelt, die dem Fluggast höchsten Komfort ermöglichen. Wegweisende Beispiele hierfür sind auch die neuesten Entwicklungen im Bereich der Business- und First Class Sitze. Der Langstreckensitz lässt sich über Elektromotoren individuell verstellen und per Knopfdruck in ein komfortables Bett verwandeln. Die Beleuchtungslösungen, die sich in der Rückenlehne befinden, sind in die Gesamtkonstruktion des Sitzes integriert. Der Fluggast kann den Kopf der Leselampe über einen beweglichen Arm entsprechend seiner Sitz- oder Liegehaltung einstellen.
Da Economy-Passagiere zahlenmäßig den größten Anteil unter den Fluggästen einer Maschine ausmachen, sollten die Licht-Lösungen platzsparend sein und gleichzeitig der Leistungsverbrauch der einzelnen Lampe gering ausfallen.
Bei LED-Beleuchtungslösungen von Schott, die sich durch hohe Energieeffizienz auszeichnen, beträgt der Verbrauch nur wenige Watt pro Sitz. Das ist bedeutend weniger als bei einer normalen Zimmerleuchte, deren durchschnittlicher Verbrauch bei 60 bis 100 Watt liegt. Durch die Langlebigkeit der verwendeten LEDs bewegt sich der Wartungsaufwand gen Null.
Die Kombination von LED und Faseroptik schafft die Voraussetzung für ganz neue Lichtkonzepte im Flugzeug. Durch die technische Möglichkeit, Führung und Ausbringung des Lichts von der Beleuchtungsquelle zu trennen, kann Licht in nahezu jeden Bereich des Flugzeugs gebracht werden. Auch in Bereichen, in denen die Anbringung konventioneller Kabel nicht möglich ist. Die LED mit ihrer – wenn auch geringen – Wärmeabstrahlung können immer so platziert werden, dass sie keinen störenden Einfluss auf andere Flugzeugsysteme haben. Faseroptik ist extrem widerstandsfähig, was sich in geringen Wartungskosten niederschlägt. Zudem zeichnen sich Glasfasern durch einen extrem kleinen Durchmesser und geringes Gewicht aus. Sie gewährleisten im Flugzeug optimale Brandsicherheit, hohe Flexibilität, geringe Störanfälligkeit und lassen sich in äußerst geringen Biegeradien frei verlegen.
Auch wenn die neuen Lichtlösungen die Flugzeit natürlich nicht verkürzen können, so tragen sich doch dazu bei, dass auch der Economy-Reisende mit Blick auf den Sternenhimmel angenehmer und gelassener reist.
Gina Hardebeck



