Mehr Edelstahl für die Luftfahrtindustrie
Mit dem Bau von zwei neuen Lichtbogenvakuumöfen (LBV-Öfen) hat die Deutsche Edelstahlwerke GmbH einen weiteren strategischen Schritt getan, um den zunehmend stark nachgefragten Sektor der Luftfahrt-Edelstähle auszubauen und zu stärken. Das Unternehmen investierte für die neuen Anlagen rund 10 Millionen Euro.
Seit Juni 2008 sind die LBV-Öfen am Standort Krefeld in Betrieb und erhöhen neben den zum Teil über Schutzgas betriebenen Elektroschlackeumschmelzanlagen (ESU-Anlagen) erheblich die Kapazitäten für anspruchsvolle Hightech-Produkte.
„Allein die Erzeugung von Luftfahrtstählen lässt sich durch diese Investition von 20 Tonnen auf rund 200 Tonnen pro Monat steigern”, berichtet Dr. Armin Krabiell, Vertriebsleiter für Spezialprodukte bei den Deutschen Edelstahlwerken.Umgeschmolzen werden in den neuen Öfen Edelstahlblöcke von bis zu 20 Tonnen Gewicht, einem Durchmesser von 930 Millimeter und einer Länge bis zu 3,75 Meter. Besonders nachgefragt sind bei den Deutschen Edelstahlwerken zurzeit ausscheidungshärtbare RSH-Stähle, hochfeste Vergütungsstähle, Einsatzstähle und Nitrierstähle, die beispielsweise bei der Herstellung von Steuerungselementen, Fahrwerksteilen, Getriebekomponenten und Befestigungselementen zum Einsatz kommen.
Der rasanten Entwicklung und den technischen Fortschritten der Luftfahrtindustrie begegnet das 4.200 Mitarbeiter starke Unternehmen der SCHMOLZ + BICKENBACH Gruppe, indem es mit Unterstützung diverser Hochschulen die spezifischen Eigenschaften von anspruchsvollen Luftfahrtstählen noch tiefgehender untersucht. So wollen die Deutschen Edelstahlwerke, die seit mehr als 30 Jahren Erfahrung im Umschmelzen hochwertiger Edelstähle haben, ihren Kunden auch in Zukunft optimale Lösungen bieten. Lösungen, die auf einer gelungenen Kombination aus Qualität und hoher Wirtschaftlichkeit basieren.


