Kuka Systems: 100 Mio USD-Auftrag für F-35 Montagelinie

12.11.2009

Die Aerospace Division von Kuka System North America vermeldet ihren bisher größten Auftrag. Die Order hat ein Volumen von mehr als 100 Mio US-Dollar und umfasst die Installation einer integrierten Montagelinie für das Kampfflugzeugprogramm F-35 Lightning II des Herstellers Northrop Grumman.

Die Anlage, auf der das zentrale Rumpfsegment der F-35 montiert werden soll, soll zwischen 2010 und 2014 bei Northrop Grumman aufgebaut werden. Damit will der Flugzeughersteller fähig sein, ein zentrales Rumpfsegment des Jägers täglich zu bauen. Das US-Verteidigungsministerium beabsichtigt den Ankauf von 2.400 Exemplaren der F-35 in drei Versionen.

 

Lieferanten: Das Misstrauen greift um sich

17.10.2009

Die Wirtschaftskrise wird zur Vertrauenskrise. Zwar halten Airbus, Boeing & Co tapfer an ihren optimistischen Vorhersagen von Stückzahlen neuer Flugzeuge fest. Die Luftfahrtzulieferer und Systempartner aber wissen: Investoren mögen es nicht, wenn sich die Umsatzaussichten schmälern und damit die Gewinnprognosen zurückgehen. Misstrauen sickert ein in das Beziehungsgeflecht zwischen Herstellern und Zulieferern. Gibt es noch einen Ausweg aus der Planungsfalle? [mehr...]

 

Laserstrahl repariert Triebwerkskomponenten

17.10.2009

Im Rahmen einer langfristigen Zusammenarbeit mit dem Original Equipment Manufacturer (OEM) Rolls-Royce Deutschland (RRD) in Oberursel hat das Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT gemeinsam mit dem Lehrstuhl für Lasertechnik LLT der RWTH Aachen ein innovatives und wirtschaftliches Reparaturverfahren für Triebwerkskomponenten entwickelt. [mehr...]

 
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Schleifen ist von gestern

17.10.2009

Die SR Technics mit Hauptsitz am Züricher Flughafen Kloten ist derzeit für die Betreuung von zirka 800 Flugzeugen und damit für 300 Triebwerke und etwa 78.000 Komponenten verantwortlich. Speziell für die Instandsetzung von Honeycomb-Strukturen von Jet-Triebwerken setzen die Schweizer statt auf Schleifen auf das Senkerodieren. Ein erfolgreicher Schritt in Richtung Steigerung der Wertschöpfung. [mehr...]

 

Minijets: Neuentwicklung mit großem Wachstumspotenzial von John Siddarth, Research Analyst Commercial Aviation, Frost & Sullivan

17.10.2009

Der Europamarkt für Minijets bietet trotz Wirtschaftskrise ein erhebliches Wachstumspotenzial. Bis 2018 dürften insgesamt etwa 439 Minijets ausgeliefert werden, was einem Marktpotenzial von ca. 1 Milliarde US-Dollar entspricht. Die aktuellen Aufträge stammen vor allem von Lufttaxiunternehmen, die in den nächsten zwei bis drei Jahren ihr Geschäft aufnehmen wollen. [mehr...]

 

Flugzeugentwicklung: 40% Kosteneinsparung ist drin

17.10.2009

Das bedauerliche Scheitern von deutschen OEM´s wie Grob oder Fairchild Dornier ist zum Teil auf die enormen Anfangsinvestitionen bei der Entwicklung von neuen Flugzeugen zurück zu führen. Hier liegt eines der wichtigen Einsparpotentiale im Flugzeugbau, dessen sich beispielsweise die v-plane engineering GmbH angenommen hat. Sie zeigt: Durch konsequente Vernetzung der Entwicklungsumbebung sind Kosteneinsparungen bis zu 40% in der Flugzeugentwicklung möglich. [mehr...]

 
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Die Krise meistern

17.10.2009

Die Luftfahrtindustrie steht derzeit vor schwierigen Herausforderungen. Experten rechnen deshalb für die nächsten zwei Jahre mit harten Zeiten für die Branche. Noch sind die Auftragsbücher der großen OEM zwar gut gefüllt. Bei Flugzeugneubestellungen aber ist seit Anfang 2009 ein dramatischer Rückgang zu verzeichnen, der 2010/11 sowohl den Herstellern als auch ihren Zulieferern zu schaffen machen wird. [mehr...]

 

Nächster Schritt für künftige Mondlandungen

16.10.2009

Astrium, Europas führendes Raumfahrtunternehmen, hat vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) den Auftrag für eine Studie zur Erprobung von künftigen Mond-Landungen bekommen. Ziel ist es, die technologische Machbarkeit einer weichen und zielgenauen robotischen Landung auf dem Mond nachzuweisen. [mehr...]

 

IW: China-Airbus nicht überbewerten

26.06.2009

Mit der Auslieferung des ersten Airbus A320 aus chinesischer Endfertigung werden wieder Befürchtungen laut, die Luftfahrtindustrie könnte bald aus Deutschland und Europa abwandern. Zudem liefere der europäische Flugzeugbauer den Asiaten Know-how, das sie bald zum eigenständigen Bau von preiswerten Zivilflugzeugen befähige. Doch die sehr komplexe Situation in der Luftfahrtindustrie taugt nicht für Schlagzeilen dieser Art, meint das Institut der deutschen Wirtschaft (IW), Köln.

Auf den ersten Blick hätten die Bedenkenträger zwar Recht, meint Dr. Klaus-Heiner Röhl vom IW. Tatsächlich möchte Airbus durch die Einbindung chinesischer Partner die Produktionskosten senken, während dem Reich der Mitte an europäischer Hochtechnologie gelegen ist. Auf den zweiten Blick sähe die Sache jedoch schon anders aus: Die Endmontage der A320, die vor einem Vierteljahrhundert entwickelt wurde, biete wenig Einblick in die Flugzeugtechnologie von morgen. Stattdessen sei sie für Airbus ein Türöffner für den gewaltigen chinesischen Markt, wo im nächsten Jahrzehnt mindestens 2.500 neue Jets benötigt werden. Wer vor Ort produziert, hat angesichts des Staatseinflusses auf die Bestellungen der Airlines bessere Karten. Und mit vier Maschinen pro Monat ab 2011 berühren die Chinesen die Fertigung in Hamburg und Toulouse nur am Rande.

In Europa werden nämlich pro Monat 34 Flieger der A320-Familie montiert. Hinzu kommt, dass die Europäer auch im aktuellen Krisenjahr schon wieder etwa 150 Flieger verkaufen konnten – das Auftragspolster ist im Gegensatz zu anderen Branchen noch kaum abgeschmolzen und reicht für fünf Jahre. Technologisch bedeutsamer ist zudem die Einbindung chinesischer Partner beim Zukunftsflieger A350. Angesichts von Entwicklungskosten jenseits der 10-Milliarden-Euro-Grenze ist ein solches Projekt aber ohnehin nur noch in internationaler Kooperation zu stemmen, und chinesische Fluggesellschaften dürften ein Hauptkunde des Großraumjets werden.

 

Bayerisch-arabische Kooperation besiegelt

18.06.2009

Auf dem Aerosalon Le Bourget haben die Abu Dhabi Airports Company (ADAC) und das bayerische Luft- und Raumfahrtcluster bavAIRia eine Kooperation besiegelt. Die jetzt geschlossene Vereinbarung bildet die Grundlage für den Start einer engen Partnerschaft der beiden Regionen. Der Gründungsvertrag wurde von Fahed Al Shamesi, Vorstandsmitglied der ADAC, und von bavAIRia-Vorstand Dr. Martin Haunschild anlässlich eines Festakts in Anwesenheit der bayerischen Wirtschaftsstaatssekretärin Katja Hessel auf der Paris Air Show unterzeichnet.

Die Vereinbarung zum Aufbau des Twin Clusters soll die Entwicklung des Al Ain Luft- und Raumfahrtclusters, das seinen Sitz direkt neben dem Al Ain International Airport in Abu Dhabi hat, unterstützen. Das Herzstück des Twin Cluster Konzepts sind „Joint teams“, die gegründet wurden, um gemeinsame Geschäftsaktivitäten innerhalb der wichtigen, für beiden Seiten interessanten, Kerngebiete zu untersuchen. Dazu gehören die Technologiefelder der Flugzeugantriebe, der Flugzeugstrukturen, exklusive Flugzeugkabinenausstattung, Anwendungen in der Satellitennavigation, Ausbildung und Training für Luftfahrtberufe. Für jedes dieser Technologiefelder wurde oder wird bald ein gemeinsames Team installiert, in dem jeweils führende bayerische Luft- und Raumfahrtunternehmen als auch die entsprechenden Organisationen der Vereinigten Arabischen Emirate vertreten sind. Das gemeinsame Team „Flugzeugantriebe, MRO & Produktion von Ersatzteilen“ besteht aus den Unternehmen Atena, Aerotech Peissenberg, FAG Aerospace und MTU Aero Engines.

Das gemeinsame Team „Flugzeugstrukturen“ besteht bisher aus den Unternehmen MT Aerospace, RUAG Aerospace und SGL Carbon. Die Vereinbarung wird von einem gemeinsamen ADAC-bavAIRia Steering Committee begleitet, das den Transfer von Wissen, Fachleute und Investitionen zwischen den beiden Regionen unterstützt. Fahed Al Shamesi, Vorstandsmitglied der ADAC erklärte: „Die Unterzeichung dieser gegenseitigen Vereinbarung ist sowohl für den Freistaat Bayern als auch für die Vereinigten Arabischen Emirate ein enormer Schritt nach vorne. Die deutschen Luft- und Raumfahrtunternehmen wollen ihre globale Präsenz erweitern und ihre Produktionskosten senken, ihre Profitabilität erhöhen und sich dem weltweiten Wettbewerb stellen. Auf der anderen Seite steckt die Al Ain Luft- und Raumfahrtindustrie noch in den Kinderschuhen, die Kosten sind niedrig, das Geschäft ist globalisiert und mit ausreichend finanziellen Mitteln ausgestattet. Wir hoffen, dass diese historische Twin Cluster Vereinbarung uns weiterhilft, unsere strategischen Ziele zu erreichen. Sie wird es auch den bayerischen Unternehmen erlauben, ihre internationale Präsenz zu erweitern und erfolgreich am globalen Wettbewerb teilzunehmen.“

Zeyad Al Majed, Senior Project Advisor von ADAC, sprach anläßlich des Festakts zur Unterzeichnung der Vereinbarung in Paris über die Notwendigkeit für Abu Dhabi, seinen existierenden Luft- und Raumfahrtsektor auf- und auszubauen. Das unterstütze die Diversifikation der Wirtschaft des Landes mit dem Ziel, vom Export des Öls und der darauf basierenden Produkte wegzukommen. Das wurde schon im Plan Abu Dhabi 2030, dem allgemeinen Strategieplan zur wirtschaftlichen Entwicklung der Emirate, formuliert. Er führte dazu aus: „„Aufgrund der geringen Bevölkerungszahl und dem Lebensstandard der Vereinigten Arabischen Emirate wird deutlich, dass unsere Diversifizierungsstrategie hochwertige Wissenschafts- und Technologiesektoren, wie die Luft- und Raumfahrtindustrie, abdecken muß. Dazu kommt, dass wir einer der bedeutendsten Grosskunden von Flugzeugprogrammen weltweit sind. Daraus ergibt sich, dass die Regierung den Luft- und aumfahrtsektor als eines der strategischen Investitionsziele identifiziert hat.“

Zeyad erklärte auch die Gründe, warum man sich für bavAIRia als Partner entschieden habe, um lokal die Luft- und Raumfahrt weiter zu entwickeln. Dazu erläuterte er: „Die deutschen Luft- und Raumfahrtunternehmen und vor allem die bayerischen Unternehmen erwirtschaften nach unseren Erkenntnissen einen durchschnittlichen Exportwert von 250.000 Euro pro Mitarbeiter, wobei der höchste Wert bei 500.000 Euro pro Mitarbeiter lag. Man muß berücksichtigen, dass des sich um produzierte Güter handelt, nicht um Diamanten oder Gold, sondern um Metall, Glas und Kunstharzteile, die in solcher Präzision und Standard gefertigt sind, die nur begabte und disziplinierte Mitarbeiter mit bester Ausbildung erreichen können. Bayern hat darüber hinaus mit bavAIRia eine effiziente Clustermanagement- Organisation, die uns im Kooperationsprozess hilft und es uns erleichtert, miteinander in Kontakt zu treten und mit den bayerischen Luft- und Raumfahrtunternehmen zusammen zu arbeiten.“

Zusammen mit der Regierung von Abu Dhabi hat ADAC die wichtigen wirtschaftlichen Partner verpflichtet, die Entwicklung dieses wichtigen Sektors in Al Ain zu unterstützen. Dazu gehören die Kontrolle der Inflation und der Fixkosten innerhalb des Clusters, um dafür zu sorgen, moderate Kosten mit einer langfristigen Planungssicherheit zu schaffen, ein konkurrenzfähiges und effizientes Wirtschaft- und Rechtsumfeld zu schaffen, das internationale Beteiligungen zuläßt, und die Erleichterung der notwendigen Finanzinstrumente für die Industrie, um das Wachstum der Luft- und Raumfahrtindustrie zu ermöglichen. ADAC engagiert sich auch, um den Arbeitskräften in den Vereinigten Arabischen Emiraten das beste Umfeld für den Aufbau ihrer Kompetenzen neben ihren deutschen Partnern zu bieten. Gleichzeitig soll ein Geschäftsumfeld geschaffen werden, das die wirtschaftlichen Interessen im Blick behält und das nicht Quoten für nationale Arbeitskräfte vorschreibt, sondern Anreize für diese Mitarbeiter schafft.

Für das bayerische Luft- und Raumfahrtcluster erklärte Dr. Martin Haunschild, bavAIRia Vorstand: „Die Vereinigten Arabischen Emirate sind der ideale Partner für Bayern. Die Vereinigten Arabischen Emirate investieren über die nächsten fünf Jahre 255 Milliarden US$ in wichtige Entwicklungen ihres Landes, vor allem in verschiedene High-Tech Industrien vor allem in die Luft- und Raumfahrt. Die Vereinigten Arabischen Emirate zählen zu den aufstrebenden Luftfahrthubs mit einem enormen Wachstumspotential. Durch die Entwicklung einer eigenen industriellen Basis sind die Vereinigten Arabischen Emirate und hier vor allem das Emirat von Abu Dhabi, eine der führenden Luftfahrtregionen des Mittleren Ostens. Bayern ist heute eine der führenden Luftfahrtregionen weltweit und beschäftigt mehr als 35.000 Mitarbeiter bei einem jährlichen Umsatz von neun Milliarden US$. Die Stärke der bayrischen Luft- und Raumfahrtindustrie kommt aus einer starken und heterogenen industriellen Basis und der Abdeckung der gesamten Lieferkette durch führende Luft- und Raumfahrtunternehmen und hervorragenden Unternehmen aus der Automobilindustrie, der Maschinenbauindustrie und der IT- und Elektrounternehmen. Diese Unternehmen ergänzen und unterstützen unsere Luft- und Raumfahrtindustrie.

Die Kooperation zwischen diesen Unternehmen wird auch durch die zukunftsgerichtete Clusterinitiative gefördert, die 19 Industriecluster mit einer hohen strategischen Bedeutung für die bayerische Wirtschaft unterstützt.“ Dr. Haunschild erläuterte weiter: „Diese Twin Cluster Vereinbarung ist bereits sehr viel mehr als nur ein Papier. Es ist eine gemeinsame Verpflichtung und der Ausdruck einer Kooperation, die die gemeinsamen Kräfte in einigen Feldern der Luftfahrttechnologie bündelt und eine für beide Seiten vorteilhafte Partnerschaft für die Zukunft schafft. Unser Ziel ist es, die für beide Seiten vorteilhaften Geschäftsmöglichkeiten zu identifizieren, zu realisieren und sie in einem gemeinsamen Aktionsplan zu strukturieren.“ Das Luft- und Raumfahrtcluster hat seinen Sitz in Al Ain, der zweitgrößten Stadt des Emirats Abu Dhabi. Das Cluster liegt auf einem 25 Qudratmeter großen Grundstück direkt neben dem Al Ain International Airport. Al Ain ist strategisch in der Mitte der Vereinigten Arabischen Emirate gelegen und kann daher ideal die Märkte des Mittleren Ostens, Asia Pacific und Afrikas bedienen. In den nächsten Tagen sollen im Nachgang zur Twin Cluster Vereinbarung mehrere Memorandum of Understanding mit Unternehmen aus Deutschland, Großbritannien und den USA unterzeichnet werden. Dazu gehören vier MoUs mit Unternehmen aus Bayern, der Telair International, MT Aerospace, Aerotech Peissenberg und Aircraft Electronic Engineering.